Wer rastet, der rostet!

Gemäß diesem Sprichwort ist Podologin Sylvia Strell davon überzeugt, dass ein Körper, der sich nicht bewegt, bewegungsunfähig wird. Die Fuß-Spezialistin verrät aber auch, wie man durch kleine Bewegungseinheiten im Alltag seinen Körper stärken und Rückenschmerzen aktiv vorbeugen kann.

 

 

Ein Wunderwerk der Natur: Unser Körper ist wie eine “Maschine”, bei der ein Rad in ein anderes greift! Und nur durch das Zusammenspiel aller Teile, können wir so viele unterschiedliche und teilweise hochkomplexe Bewegungsabläufe ausführen.

“Die Bewegung ist das Elementarste, was wir haben”, so die Podologin Sylvia Strell. “Wir sind alle Jäger und Sammler. Das ist unser Ursprung. Doch wir haben unseren Urinstinkt verloren.” Was machen wir heute? Und wie sieht der Alltag desdomestizierten Jäger und Sammlers aus?

 

 

Vom Jäger und Sammler zum Stubenhocker

 Ein Beispiel: Der typische Büromensch fährt mit dem Auto bzw. mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Arbeit. Nutzt im Bürogebäude den Lift. Sitzt an seinem Arbeitsplatz acht Stunden. Geht ein paar Mal um einen Kaffee. Macht vielleicht kurz eine Mittagspause. Dann nimmt er wieder den Lift und das Auto bzw. die U-Bahn, um nach Haus zu kommen. Er legt sich völlig müde auf das Sofa. Und wundert sich, dass er mit der Zeit Rückenschmerzen bekommt.

 

Kein Wunder: Wer sich nicht bewegt, hat keine Muskulatur, die ihn trägt. Wer eine Schonhaltung einnimmt, wird im Becken schief. Die Folgen sind Rückenprobleme.

 

 

Tipp: Fangen Sie mit Bewegung an.

 “Man muss nicht immer gleich mit einem straffen Fitness-Programm starten. Es genügt, wenn man sich öfter bewusster bewegt”, rät Sylvia Strell. “Mein Tipp: Fangen Sie mit einem aufrechten und zügigen Gehen für 30 Minuten pro Tag (sog. ausdauernde Bewegung) an. Beginnen Sie langsam und überfordern Sie sich nicht.”

Wer sich jetzt denkt: Wann soll man an einem Arbeitstag auch noch Bewegung machen? Wenn man nach der Arbeit gleich nach Hause muss, um die Familie zu versorgen und keine Zeit für Bewegung hat. Dem sei gesagt: Bewegung kann man leichter im Alltag einbauen, als gedacht!

 

 

Tipp: Starten Sie täglich mit 30 Minuten aktives Gehen

 Probieren Sie es einfach einmal aus: Nehmen Sie die Treppen anstatt den Lift bzw. die Rolltreppe. Lassen Sie das Auto stehen und gehen Sie kurze Strecken einfach zu Fuß. Steigen Sie am Weg in die Arbeit ein paar Stationen früher aus und gehen Sie das letzte Stück zu Fuß. Und im Handumdrehen haben Sie 30 Minuten aktives Gehen in Ihren Alltag eingebaut.

 

“Denn wer täglich eine kleine Bewegungseinheit in seinen Alltag einbaut, dessen Körper bildet Muskulatur”, rät die Podologin. “Wir tun aktiv etwas, um unseren Rücken zu stärken und Schmerzen vorzubeugen. Kurzum: Es geht uns ganz einfach besser!